Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs

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Impfung und Vorsorgeuntersuchung bieten Schutz

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 6.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Damit ist dies die zweithäufigste Krebsart bei Frauen unter 45 Jahren. Auslöser ist dabei unter anderem eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV). Jedoch gibt es, wie bei den meisten Krebsarten, auch bei Gebärmutterhalskrebs keine frühen Anzeichen. Umso wichtiger ist deshalb für jede Frau ab 20 Jahren, die regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchung wahrzunehmen.

Drei Spritzen gegen den Krebs

Zudem gibt es die Möglichkeit der Schutzimpfung. Seit Oktober 2006 ist in Deutschland der HPV-Impfstoff zugelassen, der einen sicheren Schutz gegen den wichtigsten Erreger des Gebärmutterhalskrebses bietet. Um einen sicheren Schutz aufzubauen, sind drei Impfungen erforderlich, wobei die zweite Impfung zwei, die dritte Impfung sechs Monate nach der Erstimpfung erfolgt.

Da das Virus sexuell übertragbar ist, sollte die Impfung möglichst vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut empfiehlt die Impfung deshalb ab 12 Jahren. 

Für Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für die Impfung. Die BKK Scheufelen zahlt die Impfung über den gesetzlichen Rahmen hinaus sogar bis zum vollendeten 26. Lebensjahr.

Anmerkung:
Die Impfung ersetzt keinesfalls die Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen, da auch andere Erreger, vor denen die Impfung nicht schützt, Gebärmutterhalskrebs hervorrufen können.

Positiver Befund – was dann?

Für die Prognose und das therapeutische Vorgehen bei Gebärmutterhalskrebs ist das Tumorstadium entscheidend. Leichte Veränderungen der Zellen bilden sich oft von selbst zurück. Bleiben Veränderungen über längere Zeit bestehen oder verschlimmern sich, wird eine Gewebeprobe entnommen (Biopsie). Je nach Befund erfolgt eine entsprechende Behandlung.

In sehr frühen Stadien, in denen weder die Nachbarorgane noch die Beckenwand befallen sind, wird nur der Tumor operativ entfernt, in fortgeschrittenen Stadien meist die gesamte Gebärmutter. Neben den operativen Methoden wird u. a. auch eine Radiochemotherapie (eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie) angewandt. 

Doch soweit muss es nicht kommen. Gehen Sie deshalb regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen und nutzen Sie die Möglichkeiten der Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs.

Haben Sie Fragen?

Gerne beraten wir Sie ausführlich über die Krebsfrüherkennungsuntersuchung und die HPV-Impfung.

Bei medizinischen Fragen stehen Ihnen auch unsere Kollegen der Ärztehotline zur Verfügung. Diese erreichen Sie täglich rund um die Uhr, auch am Wochenende und an Feiertagen unter 07021 7374 301.