Hinweise zum Steuerrecht

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Steuern sparen durch das Bürgerentlastungsgesetz

Krankenversicherungsbeiträge an der Steuer absetzen

Seit Januar 2010 kann jeder Versicherte seine Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in vollem Umfang von der Steuer absetzen.

Für wen und in welcher Höhe können Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung berücksichtigt werden?

Die gesetzliche Regelung betrifft alle Beiträge, die ein Steuerzahler für sich selbst und für unterhaltsberechtigte Angehörige – z.B. Ehegatte, eingetragene Lebenspartner oder Kinder – zahlt. Einen Höchstbetrag gibt es nicht, so dass alle tatsächlich gezahlten Beiträge als Vorsorgeaufwendungen angerechnet werden.

Wer übermittelt die Beitragsdaten?

Das Finanzamt erhält von der Stelle, die die Versicherungsbeiträge abführt auch die Informationen über die Beitragshöhe. Bei Arbeitnehmern ist das der Arbeitgeber, bei Rentnern der jeweilige Träger der gesetzlichen Rentenversicherung und bei Selbstzahlern, wie z.B. freiwillig versicherte Selbstständige, die Krankenkasse selbst als Einzugsstelle.

Wie funktioniert der Datenaustausch?

Die Krankenkassen sind gesetzlich dazu verpflichtet, den Finanzbehörden bis zum 28.02. die Höhe der vom Versicherten selbst gezahlten Beiträge und die von der Krankenkasse erstatteten Beiträge des Vorjahres mitzuteilen. Da die Übermittlung der Daten ausschließlich elektronisch möglich ist, wird hierfür die Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID) benötigt, die  eine eindeutige Zuordnung der Beiträge und deren Berücksichtigung bei der Einkommensteuerprüfung sicherstellt. Aus Gründen des Datenschutzes ist die Verwendung der Steuer-ID auf den Bereich der Finanzverwaltung beschränkt.  

Sie erhalten eine Bescheinigung über die von der BKK Scheufelen an die Finanzverwaltung übermittelten Daten zu Ihren gezahlten bzw. erstatteten Beiträgen.  

Ist eine Einwilligung zur Datenübermittlung erforderlich?

Sofern Sie bereits vor dem 01.01.2011 bei der BKK Scheufelen versichert sind, gilt die grundsätzlich erforderliche Einwilligung zur Datenübermittlung an die Finanzverwaltung als erteilt.

Für neu begründete Versicherungsverhältnisse bei der BKK Scheufelen ab 01.01.2011 bedarf es bei selbst entrichteten Beiträgen grundsätzlich einer Einwilligung zur Datenübermittlung an die Finanzverwaltung.

Welche Folgen hat der Widerspruch gegen die Datenübermittlung?

Legt der Steuerpflichtige Widerspruch gegen die Datenübermittlung ein, beziehungsweise verweigert er seine Einwilligung, können die tatsächlich geleisteten Beiträge nicht steuerlich berücksichtigt werden. Die Beiträge können dann allein im Rahmen einer Pauschale als sonstige Vorsorgeaufwendung geltend gemacht werden.

Wie werden Beitragsrückerstattungen berücksichtigt?

Beitragsrückerstattungen und Bonuszahlungen aus unseren Wahltarifen, mindern im Kalenderjahr der Erstattung die steuerlich abziehbaren Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge. 

Haben Sie Fragen?

Gerne sind wir für Sie da.