Geschäftsbericht 2015

Jahresabschluss 2015

Jahresabschluss

Ab dem Ausgleichsjahr 2015 wurde der Gesundheitsfonds um eine weitere Funktionskomponente, den Einkommensausgleich, ergänzt. Mit dem Finanzstruktur- und Qualitätsweiterentwicklungsgesetz hat die Bundesregierung beschlossen, den allgemeinen Beitragssatz von 15,5 % auf 14,6 % zu senken,  in der Folge reichen die Einnahmen des Gesundheitsfonds nicht mehr aus, um die Ausgaben der Krankenkassen zu 100 % zu decken. Die systematische Unterdeckung fangen die Krankenkassen in der Regel dadurch auf, indem sie von ihren Mitgliedern einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben.

An das neue System der Zusatzbeitragssätze koppelt der Gesetzgeber einen Einkommensausgleich. Dieser Ausgleich wird ebenfalls beim Bundesversicherungsamt durchgeführt. Er ist unabhängig vom Gesundheitsfonds, aber dennoch über die Liquiditätsreserve mit ihm verbunden. Bis Ende 2015 werden nach aktuellen Werten insgesamt etwa 10 Mrd. Euro in der Liquiditätsreserve vorgehalten. Das Rücklagensoll beträgt nach gesetzlicher Vorgabe 20 %, ab 2015 sind es 25 % einer durchschnittlichen Monatsausgabe des Gesundheitsfonds, also etwa 4,1 Mrd. €.

Die Kassen beendeten das Geschäftsjahr 2015 mit einem Überschuss der Ausgaben von rd. 1,117  Mrd. Euro (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Gesetzliche Krankenversicherung - Endgültige Rechnungsergebnisse 2015; Stand: 23.06.2016).

Das Ergebnis 2015

Wir haben das Geschäftsjahr 2015 wie bereits bei der Haushaltsplanung vorgesehen mit einem Überschuss der Ausgaben abgeschlossen. Das Finanzergebnis ist weitaus besser als für das Jahr 2015 geplant. Der Vermögensabbau in Höhe von 1.042.748,84 € fällt deutlich geringer aus als bei der Haushaltsplanung für das Jahr 2015 in Höhe von 2.556.000,– € vorgesehen.

Geplant wurden für das Haushaltsjahr 2015 Einnahmen in Höhe von 94.377.000,- € und Ausgaben in Höhe von 96.933.000,– €. Tatsächlich lagen die Einnahmen bei 98.476.352,99 € und die Ausgaben bei 99.519.101,83 €.
 
Bei den Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds erhielten wir 94.358.108,70 € über das Abschlagsverfahren inklusive der Korrekturbeträge der Vorjahre, vorgesehen war lediglich 93.809.000,- €.

Die Zuweisungen aus dem Zusatzbeitrag lagen bei 3.268.999,54 €, geplant waren 3.100.000,- €.

Versichertenentwicklung

Im Jahr 2015 konnte die BKK Scheufelen deutlich den Mitglieder-/Versichertenbestand gegenüber dem Vorjahr steigern. Das Wachstum betrug rund 5,8 Prozent (Mitglieder) bzw. 4,7 Prozent (Versicherte). Geplant hatten wir mit einem Zuwachs von rd. 1,5 Prozent (Mitglieder) bzw. 1 Prozent (Versicherte).

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Verwaltungskosten

Bei den Verwaltungskosten lagen die Ausgaben rd. 98.000,– € unter unserem Haushaltsplanansatz. (d.h. rd. 5,23 % je Mitglied unter dem Haushaltsplanansatz). Die Verwaltungskosten betrugen im Jahr 2015 117,42 € je Versicherter (171,15  € je Mitglied) und liegen weiterhin deutlich mit insgesamt rd. 25,5 Prozent unter dem Durchschnitt in Höhe von 147,47 € je Versicherter (194,39 € je Mitglied) in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Vermögensentwicklung

Der Vermögensbestand der BKK Scheufelen beläuft sich zum Jahresende 2015 auf rd. 923,– € je Mitglied, rd. 633,– € je Versicherten und absolut 31.732.275,32 € (Nettoreinvermögen).

vermoegen_2015

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Die Jahresrechnung 2015 ist nach dem HGB durchzuführen. Dadurch ist es erforderlich, einen umfangreichen Anhang zur Jahresrechnung zu erstellen.  Es sind diejenigen Angaben aufzunehmen, die zur Erläuterung der Jahresrechnung erforderlich und zur Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von wesentlicher Bedeutung sind.
 
Die Jahresrechnung 2015 wurde  vom 30. Mai bis 02. Juni 2016 nach § 31 SHV in Anwendung  der §§ 77 Abs. 1a SGB IV sowie analog §§ 316 und 317 HGB durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Gräwe & Partner GmbH, Bremen geprüft.

Es wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. 

Bernd Kratschmer
Vorstand                                                       Juni 2016