Geschäftsbericht 2013

Geschäftsbericht 2013

Jahresabschluss

Jahresabschluss 2013

Auch das Geschäftsjahr 2013 verlief für unsere Kasse sehr erfolgreich. Wir können Ihnen daher zum wiederholten Male von einem sehr guten Ergebnis berichten.

Das Geschäftsjahr 2013 wurde mit einem Überschuss der Einnahmen in Höhe von 1.995.000,– Euro abgeschlossen. Im Rahmen der Haushaltsplanung waren ursprünglich „nur“ 1.126.000,– Euro als Einnahmeüberschuss vorgesehen.

Geplant wurden für das Haushaltsjahr 2013 Einnahmen von insgesamt 86.995.000,– Euro und Ausgaben in Höhe von 85.869.000,– Euro. Tatsächlich lagen die Einnahmen bei 89.610.000,– Euro und die Ausgaben bei 87.615.000,– Euro.

Nachfolgende Effekte hatten relevante Auswirkungen auf das Rechnungsergebnis.

Aus dem Gesundheitsfonds erhielten wir Zuweisungen in Höhe von 88.605.000,– Euro (Haushaltsplan: 86.220.000,– Euro).

Bei der Aufstellung des Haushaltsplanes 2013 war die Prämienausschüttung – die erst im März 2013 beschlossen und genehmigt wurde – in Höhe von ca. 3.850.000,– Euro natürlich noch nicht eingeplant.

Positive Finanzeffekte ergaben sich durch das Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) vom 19.12.2012 in dem Verfahren „Finanziellen Hilfen“ der BKK Scheufelen gegen den Bundesverband der Betriebskrankenkassen. Die Rückabwicklung hat und hatte Auswirkungen auf unsere Finanzen in den Jahren 2013 und 2014. So konnte die erste Rate der Rückzahlung in Höhe von 496.000,– Euro erfolgswirksam im Jahresergebnis 2013 berücksichtigt werden.

Dies begründet auch ein buchhalterisches bzw. betriebswirtschaftliches Kuriosum: Bei den „sonstigen Aufwendungen“ ist ein Betrag in Höhe von rund 3.500.000,– Euro ausgewiesen; obwohl das Gesamtvolumen der Prämienausschüttung bereits rund 350.000,– Euro größer ausfällt. Durch die unterjährige Vereinnahmung der 1. Tranche der zurückgeklagten Umlagebeträge der „Finanziellen Hilfen“ fand eine entsprechende Kompensation in diesem Bereich statt. Oder anders herum: Hätte die Prämienauszahlung nicht stattgefunden, hätte eine komplette Ausgabenkontenklasse das Vorzeichen gewechselt.

Unschöne weil sachwidrige Belastungs-effekte (siehe Editorial) ergaben sich durch Änderungen im Morbi-RSA. Die Berücksichtigung der Annualisierung der Zuweisung für Verstorbene im Risiko-strukturausgleich sowie die Änderung bei
den Zuweisungen für Krankengeld sowie im Bereich der Zuweisungen für Auslandsversicherte sorgt bei unserer Kasse im Jahr 2013 für Belastungseffekte in Höhe von ca. 2,1 Mio. Euro.

Die Leistungsausgaben lagen zirka 560.000,– Euro unter den Planansätzen für 2013.

Der allgemeine Kostensteigerungseffekt im Gesundheitswesen lag – bezogen auf das  Vorjahresniveau (isoliert betrachtet) – bei rund 5 Prozent.

Der nachfolgenden Übersicht können Sie die einzelnen Einnahme- und Ausgabepositionen entnehmen.

Erfolgsrechnung

Versichertenentwicklung

Auch im Jahr 2013 ist die BKK Scheufelen wieder leicht gewachsen. Die Versichertenzahl hat um 0,3 Prozent zugelegt. Bitte beachten Sie, dass es sich bei diesen Zahlen um Jahresdurchschnittswerte handelt. Zum 31.12.2013 waren genau 47.013 Menschen bei der BKK Scheufelen kranken- und pflegeversichert.

versichertenentwicklung

Verwaltungskosten

Die Verwaltungskosten betrugen im Jahr 2013 117,– Euro je Versichertem (173,28 Euro je Mitglied) und liegen weiterhin deutlich unter (- 17 Prozent) dem Durchschnitt der gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt.

Unbenommen dessen möchten wir Sie an dieser Stelle darüber informieren, dass die Verwaltungskosten im Jahr 2013 einen deutlichen Auftrieb gegenüber dem Vorjahr erfahren haben. Dies ist im Wesentlichen auf folgende punktuelle Konstellation des Jahres 2013 zurück zu führen:

In den Jahren 2011 und 2012 gelang es, die Verwaltungskosten deutlich abzusenken (2011: 8 % weniger als 2010; 2012: 5,7 % weniger als 2010). Wir haben hierzu in den Vorjahren an gleicher Stelle entsprechend berichtet. Insoweit wurde natürlich unter Berücksichtigung dieses zeitlichen Verlaufes das Fahrgestell für das Geschäftsjahr 2013 schon sehr tief gelegt.

Es ist außerdem zu berücksichtigen, dass durch ein großes, von uns zwingend vorzunehmendes öffentliches Vergabeverfahren (Beitragseinzug und Vollstreckung) sowie zwei weitere Ausschreibevorbereitungen in 2013 relativ hohe Einmalkosten angefallen sind.

Zudem wurden anlässlich des 125-jährigen Jubiläums unserer Kasse ein Familientag und ein Festakt durchgeführt, was sich natürlich nicht in Gänze kostenneutral bewerkstelligen lässt auch wenn diese Veranstaltungen selbstverständlich im gediegenen und nicht im aufhausigen Rahmen abgehalten wurden.

Zu guter Letzt war ein weiteres Hinauszögern der Modernisierung der Telefonanlage ebenfalls nicht mehr länger zu verantworten und musste in 2013 angegangen werden.

Summarisch betrachtet bewegen wir uns daher – wie schon eingangs berichtet – trotz dieser Häufung von Einmalpositionen im Jahr 2013 auf einem durchaus respektablen Niveau, so dass vom Aufruf zur Übersendung von Büroklammern und Bleistiftstummeln aktuell und wohl auch perspektivisch abgesehen werden kann.

Vermögensentwicklung

Bei der Haushaltsplanung 2013 wurde mit einem Überschuss der Einnahmen in Höhe von 35,85 Euro je Mitglied geplant. Tatsächlich lag das Ergebnis am Ende des Jahres bei einem Überschuss der Einnahmen in Höhe von 63,35 Euro je Mitglied.

Der Vermögensbestand der BKK Scheufelen beläuft sich zum Jahresende 2013 auf rund 850,– Euro je Mitglied; oder absolut auf halbwegs auskömmliche 26.755.000,– Euro (Nettoreinvermögen). Als Schwabe kann und darf ich diese Zahlen wohl mit dem Prädikat „Gar n‘ed schlecht“ versehen.vermoegen

Prüfungsvermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers zur Jahresrechnung 2013

„Die Jahresrechnung 2013 wurde am 05. und 06. Juni 2014 nach § 31 SHV in Anwendung der §§ 77 Abs. 1a SGB IV sowie analog §§ 316 und 317 HGB durch die eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft.
Es wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.“

Wolfgang Allgaier
Stv. Vorstand
Unternehmensentwicklung