Informationen zur eGK

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Die elektronische Gesundheitskarte (eGK)

Für alle am Gesundheitssystem Beteiligten – Patienten, Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken, Krankenkassen sowie Rettungsdienste – wird das Arbeiten einfacher, sicherer und wirtschaftlicher.

Insbesondere durch die zukünftigen freiwilligen Anwendungen wird der Verwaltungsaufwand für alle reduziert. Der Austausch von Papierdokumenten kann dann zumeist entfallen, da Unterlagen wie Laborberichte, Untersuchungsergebnisse oder Operationsergebnisse nicht mehr verschickt werden müssen. Der Austausch von Unterlagen unter Ärzten oder vom Arzt zum Apotheker wird erheblich beschleunigt.

In Zukunft werden Verwaltungsdaten, wie etwa der Adresswechsel auf der Gesundheitskarte, automatisch online aktualisiert. Ein Austausch der Karte ist nicht mehr nötig. Die aktualisierten Adressdaten können von der Karte dann in die Systeme der Ärzte und Krankenhäuser übernommen werden.

Wie und wo können Daten in Zukunft eingelesen und verschickt werden?

Praxis-Beispiel 1:
Irene Krüger geht zu ihrem Zahnarzt. Der röntgt ihren Kiefer wegen Beschwerden am unteren rechten Weisheitszahn. Weil der Zahn leider nicht erhalten werden kann, empfiehlt er dessen Entfernung und überweist die Patientin zum Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen. Die Operation soll in acht Wochen stattfinden. Nach der Behandlung wird ihr Röntgenbild in Frau Krügers persönlicher Patientenakte hinterlegt. Dazu steckt sie ihre eGK in ein Kartenterminal, das beim Zahnarzt steht.

Der Zahnarzt steckt seine eigene Chipkarte (Heilberufsausweis) ebenfalls in ein Terminal.

Irene Krüger gibt ihre persönliche PIN ein und berechtigt den Zahnarzt damit zur Speicherung der Daten in ihrer elektronischen Patientenakte.

Die Daten werden noch beim Zahnarzt verschlüsselt, bevor sie nach Wahl des Patienten entweder auf einem dezentralen Speicher oder in der Infrastruktur gespeichert werden. Anders als bei normalen E-Mails im Internet werden unverschlüsselte Daten nie transportiert oder gespeichert.

Zwei Wochen später ist Frau Krüger im Urlaub an der Ostsee. Sie hat akute Schmerzen im rechten Oberkiefer bekommen. Der dortige Zahnarzt benötigt ein Röntgenbild und möchte Frau Krüger röntgen. Die Patientin verweist auf ihr gespeichertes Bild. Irene Krüger steckt ihre eGK in das Kartenterminal des Zahnarztes und gibt ihm mit ihrer PIN den Zugriff auf das Röntgenbild, das ihr Zahnarzt vor zwei Wochen in ihrer Patientenakte gespeichert hat.

Eine schnelle, zielgerichtete Behandlung von Frau Krüger mit umfassendem Kenntnisstand ohne zusätzliche Strahlenbelastung ist sofort gewährleistet.

Praxis-Beispiel 2:
Abgleich der Versichertenstammdaten
Versichertenstammdaten auf der eGK werden bei Adressänderungen des Patienten automatisch aktualisiert.

Ein Patient zieht um und teilt die Adressänderung seiner Krankenkasse mit. Die Krankenkasse ändert die Adressdaten des Patienten in ihrem Datenbestand. Beim nächsten Besuch z.B. des Hausarztes wird bei Einstecken der eGK die neue Adresse automatisch auf der eGK gespeichert und die aktuelle Adresse kann auch automatisch in das Computersystem des Arztes ohne zusätzliche Arbeiten durch den Arzt oder das Praxispersonal übernommen werden.

Praxis Beispiel 3:
Arzneimitteltherapiesicherheit
Die eGK wird elektronische Anwendungen unterstützen, die unerwünschte Arzneimittelereignisse vermeiden sollen und damit die Arzneimitteltherapiesicherheit verbessern. Auch diese Anwendung ist für den Patienten freiwillig. Eine 72-jährige Patientin ist aufgrund mehrerer schwerwiegender Krankheiten bei ihrem Hausarzt und Diabetologen in Behandlung. Von einem Onkologen wurde die Verdachtsdiagnose des Hausarztes auf einen Morbus Waldenström bestätigt.

Der konsultierte Neurologe diagnostiziert eine Polyneuropathie und ein Restless-Legs-Syndrom. Alle behandelnden Kollegen können die aktuelle medikamentöse Therapie der Patienten einsehen und werden dabei unterstützt, arzneimitteltherapiebedingte Gefährdungssituationen zu erkennen und zu vermeiden.

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Gerne beraten wir Sie rund um das Thema eGK.